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2019-06-30 17:37:22

Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer und George Soros

Karl Noswitz

Susanne Baer hat neben ihrem Richteramt am Bundesverfassungsgericht einen Vorstandsposten beim „Institut für die Wissenschaft vom Menschen“ in Wien. George Soros saß in der ersten Reihe, als im Jahr 2017 in der Wiener Hofburg das 35-jährige Bestehen des Instituts gefeiert wurde. Der US-Milliardär hatte schon zur Gründung 1982 eine „Starthilfe“ von 50.000 Mark spendiert. Ein Foto aus dem Jahr 1989 zeigt ihn bei einem persönlichen Institutsbesuch. Bis heute bereichert er das Kuratorium - neben Joschka Fischer von den Grünen, Kurt Biedenkopf von der CDU und anderen Elitären. 2013 starb Krzysztof Michalski, der das Institut gegründet und seither als Rektor geleitet hatte. Wenige Jahre vor dem Tod des Gründers hatte George Soros den Betrieb vor der Pleite gerettet, nachdem im Zuge von staatlichen Sparmaßnahmen öffentliche Mittel gestrichen worden waren. Neue Rektorin wurde Shalini Randeria. Die Inderin ist im Vorstand der „Open Society Foundations“ von George Soros für Förderprogramme zur akademischen Bildung zuständig.

Die Einflussnahme von George Soros auf politische Entscheidungen ist weltweit höchst umstritten. Seine „Open Society Foundations“ tragen die Absicht bereits im Namen: die Öffnung der Gesellschaft. Das klingt verdächtig nach Schlachtung. Und eine Bundesverfassungsrichterin übt eine Führungsposition an einem von George Soros kuratierten Institut aus. Welche Botschaft will man uns damit vermitteln?

Ob sich nur Susanne Baer im Umfeld von George Soros tummelt oder auch ihre Richterkollegen, das wissen wir noch gar nicht. Überhaupt müsste man dringend untersuchen, welche fragwürdigen Gestalten Kontakte nach Karlsruhe unterhalten. Das wäre zwar Aufgabe der Massenmedien, aber die haben keine Interesse daran. Bitte unterstützen Sie unserer Zeitung mit Ihrer Spende, damit eine gründliche Recherche nicht am fehlenden Geld scheitert. Sachdienliche Hinweise bitte an redaktion [ at ] privat-depsche.de. Strengste Vertraulichkeit wird zugesichert. Aber nun zurück zum Thema.

Schon früher einmal war Gender-Professx Susanne Baer dem US-Milliardär George Soros zu Diensten. Damals aber noch nicht in führender Stellung. Von 2000 bis 2010 gehörte Susanne Baer zu den rund 200 Gastdozenten an der „Central European University“ in Budapest, die von George Soros errichtet wurde.

Susanne Baer tauchte erstmals im Juni 2015 als Vorstandsmitglied auf der Internetseite des „Instituts für die Wissenschaft vom Menschen“ auf. Gleichzeitig verschwand der Eintrag für Cornelia Klinger, die bereits an der Institutsgründung beteiligt war und 1983 eine der vier „ständigen wissenschaftlichen Mitglieder“ wurde. Nach dem Tod von Krzysztof Michalski leitete Sie das Institut zwei Jahre lang kommissarisch, bis Shalini Randeria zur Rektorin bestellt wurde. Cornelia Klinger betrieb aus dem Institut heraus Pionierarbeit für die Verbreitung der Gender-Ideologie. Die „Gender Studies“ waren eines der vier Schwerpunktthemen der Institutstätigkeit, über die berichtet wird: „Im Bereich Gender Studies, geleitet von Cornelia Klinger, hat sich 1993 ein Arbeitskreis Feministische Theorie gebildet, der regelmäßig zusammenkommt und neuere feministische Texte diskutiert oder eigene Arbeiten vorstellt. Ein breites Echo haben auch die seit 1994 alljährlich stattfindenden und von sehr renommierten Autorinnen gehaltenen IWM-Vorlesungen zur Geschlechterforschung gefunden.“ Das war noch zu einer Zeit, als die wenigsten mit dem Begriff „Gender“ etwas anzufangen wussten. Zur Erinnerung: „Das Unbehagen der Geschlechter“ - das Grundlagenwerk der Genderei von Judith Butler - erschien im Jahr 1990.

Offiziell lautet die Aufgabe des Instituts, „amerikanische Ideen in die europäische Diskussion“ einzubringen und umgekehrt. Das Institut ließ zum Beispiel Werke von Michel Foucault, auf dessen „Diskursanalyse“ sich die Gender-Gläubigen berufen, in osteuropäische Sprachen übersetzen. Seit 2003 ist Cornelia Klinger Gender-Professx an der Universität in Tübingen.

Papst Johannes Paul II. küsst den Koran
Papst Johannes Paul II. küsst den Koran (Foto: privat)
Das „Institut für die Wissenschaft vom Menschen“ wurde übrigens auf Anregung von Karol Wojtyla ins Leben gerufen. Der spätere Papst Johannes Paul II. und der Institutsgründer Krzysztof Michalski – beide gebürtige Polen – lernten sich über den gemeinsamen Bekannten und katholischen Priester Józef Tischner kennen, der nachher lange Jahre als Präsident des Instituts amtierte. Johannes Paul II. unterstützte die Institutsgründung mit einem persönlichen Empfehlungsschreiben. Die Leitungsriege der Einrichtung traf sich alle zwei Jahre mit dem polnischen Pontifex in seiner Sommerresidenz zu den „Castelgandolfo-Gesprächen“. Karol Wojtyla war in Philosophie promoviert. Als Papst verstand er sich als universellen spirituellen Führer. Er küsste den Koran und suchte heimlich Voodoo-Priester auf. Das Aufkeimen einer neuen Religion - denn „Gender Studies“ sind nichts anderes - wird ihn sicherlich fasziniert haben.

Beim katholischen Fußvolk hingegen stieß die Gender-Ideologie auf hartnäckigen Widerstand. Katholiken sind in der Regel eher konservativ geprägt und wollen - wie der Name schon sagt - lieber das Alte konservieren, als mit Neuem zu experimentieren. Als Kronzeuge der kirchlichen Gender-Kritik gilt der renommierte katholische Philosoph Robert Spaemann, der mit den Worten zitiert wird: „Wenn ein politisches Programm versucht, die Zweigeschlechtlichkeit zu destabilisieren, sie gar aufzulösen, so ist das dumm und gefährlich.“ Was die wenigsten wissen werden: Robert Spaemann saß lange Zeit und bis zu seinem Tod im „Wissenschaftlichen Beirat“ des „Instituts für die Wissenschaft vom Menschen“. Dass ihm nicht bekannt war, was in dem Institut vor sich geht, darf bezweifelt werden. Die „Gender Studies“ als eines von vier Schwerpunktthemen - das kann ihm unmöglich entgangen sein.

Eine andere Erklärung liegt viel näher. Die Skepsis konservativer Katholiken gegenüber dem neuen Gender-Glauben war zu erwarten. Man musste also das Vertrauen dieser Klientel gewinnen, indem man sich zum Schein auf ihre Seite stellt, um sie dann langsam aber sicher unterschwellig umpolen zu können. Vor diesem Hintergrund muss das Lebenswerk von Robert Spaemann wohl völlig neu bewertet werden. Die geschilderte Strategie hat sich offenbar bewährt. Papst Franziskus nannte die Gender-Ideologie „einen Weltkrieg, um die Ehe zu zerstören“. Nach dieser klaren Ansage wurde der einflussreiche Posten der Leiterin der katholischen Frauenseelsorge bei der Deutschen Bischofskonferenz neu besetzt. Die begehrte Stelle bekam Aurica Jax. Als sie noch Aurica Nutt hieß, war sie bei der „Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung“ in Münster beschäftigt. Ihr verdanken wir die erlösende Botschaft: Gott erschuf den Menschen als geschlechtsneutralen Erdling.

Schon vor Susanne Baer arbeitete ein Richter des Bundesverfassungsgerichts für das „Institut für die Wissenschaft vom Menschen“. Auch Ernst-Wolfgang Böckenförde gehörte bis zu seinem Tod dem „Wissenschaftlichen Beirat“ des Instituts an. Die SPD nominierte ihn für sein Richteramt. Und Johannes Paul II. schlug ihn zum päpstlichen Ritter.

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